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Internationale Vernetzung des Zivil- und Katastrophenschutz

Das THW misst der internationalen Vernetzung des Zivil- und Katastrophenschutzes eine zentrale Bedeutung zu. Das 2003 initiierte Anrainerstaatenkonzept und neue Kooperationsvereinbarungen sind dabei Meilensteine einer kontinuierlichen Verbesserung der Beziehungen zwischen dem THW und den Partnerorganisationen der Nachbarstaaten.
 
Mit der europäischen Integration wird auch die Vernetzung der mit dem Zivil- und Katastrophenschutz betrauten Organisationen weiterentwickelt. Bei Katastrophen sind Experten gefordert, die schnell und unbürokratisch in den Einsatz gehen können, um die örtlichen Teams mit ihrem Fachwissen zu unterstützen. Die beteiligten Organisationen schaffen zunehmend gemeinsame Strukturen, die den Katastrophenschutz in Zukunft europaweit verzahnen.  Der so genannte EU-Mechanismus wurde durch Ratsbeschluss 2001 in Brüssel ins Leben gerufen. Als integriertes europäisches Hilfeleistungssystem kann er darüber hinaus auf humanitäre Hilfe in Drittstaaten als auch auf die Bereiche Zivil- und Katastrophenschutz angewendet werden. Gleichzeitig ist er nahtlos in das System der Europäischen Union eingepasst.
 
Ein weiteres Gremium ist die INSARAG (International Search and Rescue Advisory Group), eine Kooperationsplattform der Vereinten Nationen für Rettungseinsätze nach Katastrophen wie beispielsweise Erdbeben. Dadurch können international tätige Organisationen im Bedarfsfall eine optimal aufeinander abgestimmte Einsatzstruktur erstellen. Innerhalb der INSARAG haben sich die Schnelleinsatzteams aus Deutschland, Österreich und de Schweiz zur „D-A-CH“ zusammengeschlossen. Mit gemeinsamen Großübungen bereiten sie sich auf den möglichen Ernstfall vor.
 
Für eine gemeinsame europäische Zukunft ist nachbarschaftliche Zusammenarbeit auch auf dem Gebiet der grenzüberschreitenden technischen Hilfe unabdingbar. Aus diesem Grund trifft das THW mit Anrainerstaaten konkrete Vereinbarungen zur Zusammenarbeit. Grundlagen der Zusammenarbeit sind regelmäßiger Erfahrungs- und Informationsaustausch, gemeinsame Übungen und Unterstützung bei der Ausbildung. Entsprechende Abkommen gibt es derzeit mit Luxemburg und Polen. Mit Italien und Frankreich sind Gespräche aufgenommen worden, um die künftige Zusammenarbeit im Zivil- und Katastrophenschutz in Anlehnung an bereits geschlossene Vereinbarungen festzuschreiben.

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