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23.12.2010 - Muldentalkreis / Wurzen / Grimma
Die seit Wochen anhaltende Wetterlage macht auch den Kameraden der Wurzener Wehren zu schaffen. Insbesondere unter Schnee begrabene Hydranten können sich nach Aussage von Stadtwehrleiter Thilo Bergt im Ernstfall als Gefahr erweisen.
"Bereits die glatten Straßen stellen uns bei Einsätzen vor gewisse Herausforderungen", so Bergt. Allerdings seien die Männer dafür auch speziell geschult. "Ankommen ist das A und O." Folglich gehen die Kameraden bei Glatteis vom Gas, ein paar Sekunden Zeitverlust seien das Risiko einfach nicht wert. Schwieriger gestalte sich mitunter aber die Suche nach einem Hydranten.
"Wir sind auf die Hinweisschilder angewiesen", sagt Bergt. Deshalb sei es kreuzgefährlich, wenn Vandalen die Schilder zerstörten oder diese aus Unachtsamkeit - etwa nach Bauarbeiten - nicht wieder angebracht würden. Jahreszeit bedingt komme nämlich noch das Problem eingefrorener Hydranten hinzu. "Die können wir mit unserer Technik zwar vergleichsweise schnell auftauen. Aber zuerst müssen wir sie mal finden." Wenn also wegen fehlender Beschilderung erst umständlich gesucht und dann noch enteist werden müsse, könne das schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Bergts Appell ist deshalb, beim Schneeräumen sorgfältig darauf zu achten, dass Hydranten nicht "unter Schneemassen begraben" werden.
Ganz besonders drängend sei dieses Problem in den ländlich geprägten Ortsteilen. "In der Stadt können wir in der Regel schnell Ausweichmöglichkeiten finden." Das habe sich zuletzt beim Brand in der Dr.-Külz-Straße am Wochenende gezeigt. "In den Ortschaften fehlen solche Möglichkeiten vielerorts." Gemessen an den potenziellen Risiken sei das Freihalten der Hydranten deshalb die einfachste Lösung für alle Seiten.
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