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18.07.2011 - Muldental / Grimma
Der Countdown für den Muldental-Triathlon in sechs Wochen läuft. Den Vorbereitungen gebührt in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit, denn gleichzeitig finden die Deutschen Meisterschaften im Triathlon der Elite und U23 statt. Gewissermaßen als Generalprobe auf der Schwimmstrecke fand am Samstag das Anschwimmen in der Mulde statt. Über ein Dutzend Athleten nutzten die Chance, um mit dem nassen Element auf Tuchfühlung zu gehen. Was durchaus wörtlich zu sehen war, denn nahezu alle Schwimmer zwängten sich in einen Neoprenanzug. Die Motive dafür mögen unterschiedlich gewesen sein. Die einen zogen den engen Schwimmanzug der Gleitfähigkeit im Wasser wegen über, die anderen der Temperaturen wegen. Obgleich die Mulde mit 20 bis 22 Grad weder zu warm noch zu kalt sein dürfte, meinte Matthias Vogel vom veranstaltenden Triathlonverein.
Das Attribut "optimal" sparte er sich für den neuen Schwimmsteg auf, der vom Technischen Hilfswerk, Ortsverband Grimma geschaffen und für das Anschwimmen zu Wasser gelassen wurde. Neu deshalb, weil es dieses Jahr keine Holzplattform ist, sondern eine Jetfloat-Plattform. Das sind Module aus hohlen Kunststoffelementen, die aneinandergefügt werden und so zur schwimmenden Insel werden, sagte Peter Krasemann vom THW der Ortsgruppe Grimma und erklärte auch warum. "Mit den Kunststoffteilen wird das Verletzungsrisiko minimiert und eine bessere Qualität am Ein- und Ausstieg gewährleistet." Letzteres wusste Thomas Lauterbach als einer der "Testschwimmer" zu bestätigen. "Einwandfrei, nicht rutschig und wirklich sicher." Dass der Einstieg etwas schmaler ist wie in den Jahren zuvor, spiele keine Rolle, meinte Vogel. "Die Startaufstellung ist sowieso im Wasser, aber dieses Jahr eben auch erstmals an einer über den Fluss gespannten Startleine, die mit dem Startschuss hochgezogen wird." Beides, Einstieg und Startleine, bestanden den Test zur Generalprobe. Zum Prozedere des Anschwimmens gehörte das Vorstellen von Teams, die im Jedermann-Rennen an den Start gehen. Zum Beispiel eines von vier ESA-Teams aus Grimma. Freilich sind die Jungs hoch motiviert und alle streben nach eigenem Bekunden eine gute Platzierung an. Für Stefan Hegewald ist es aber schon ein Gewinn, "wenn ich überhaupt ins Ziel komme". Eigentlich, so räumte er ein, mache er kaum Sport, aber der Triathlon sei für ihn Motivation gewesen, etwas Lauftraining zu absolvieren. Unter den Schwimmern ist Marion Kühnel aufgefallen. "Ich bin nur Ersatzmann beziehungsweise -frau", sagte sie, die zum Team "Lauftreff Hängebrücke" gehört. "Und wenn ich mich schon anbiete, muss ich wenigstens einmal die gesamte Wettkampfstrecke geschwommen sein, sonst kann ich nicht mitreden." Respekt dafür, den sie nicht nur vom Ehemann Ronald erntete, er hatte seine Frau im Wasser begleitet.
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