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18.12.2010 - Muldental / Grimma / A14
Ein Blick auf die Polizeimeldungen der vergangenen Tage machte es deutlich: Wenn der Verkehr auf der Autobahn 14 zum Erliegen kam, waren immer wieder verunglückte Lastwagen die Ursache. Und auch wenn der Ortsverband Grimma des Technischen Hilfswerkes (THW) auf der A14 im Einsatz war, ging es darum, Brummis wieder flott zu bekommen. Polizei-Pressesprecher Michael Hille allerdings relativierte den Eindruck. "Von den heute bisher registrierten 32 Unfällen wurden vier durch Lkw ausgelöst, der Rest durch Pkw", sagte er gestern auf LVZ-Anfrage. Allerdings seien die Lastwagenunfälle folgenreicher: "Wenn Lkw beteiligt sind, hilft nur noch große Technik."
Mit genau dieser schweren Technik war das Grimmaer THW in den vergangenen Tagen mehrfach auf der A14 unterwegs. Von knapp 20 Leuten seien etliche Einsatzstunden geleistet worden, erklärte der stellvertretende THW-Ortsbeauftragte Martin Fengler, zur Unterstützung seien noch Kräfte aus Eilenburg und Leipzig angefordert worden. Ohne das THW hätten sich die Megastaus der vergangenen Tage vermutlich gar nicht auflösen können. Denn etliche Lastwagen waren nicht in der Lage, aus eigener Kraft wieder ins Rollen zu kommen. Einsatzschwerpunkt der ausschließlich ehrenamtlichen THW-Helfer: die Deditzer Höhe. Über die für den normalen Verkehr gesperrte Auffahrt hätten sie sich zum Stau vorgekämpft, so Fengler. Ärgerlich sei, dass häufig keine Rettungsgasse freigelassen werde: "Dann ginge alles viel schneller." Doch mit ihren Allrad-Lkw hätten sie letztlich noch alle stehenden Brummis über die Kuppe gebracht. "Wir haben alles hingekriegt", sagte er, nur in Einzelfällen seien auch mal zwei Zugmaschinen nötig gewesen. Bevor die Helfer des THW eingreifen konnten, mussten sie oft auch als Weckdienst arbeiten. Die Brummifahrer nutzten die Zwangspausen zum Schlafen oder zumindest zum Abschalten. "Meist reichte es aus, ans Fenster zu klopfen", schmunzelte Fengler, "und wenn das nicht half, weil der Fahrer Kopfhörer aufhatte, dann haben wir eben unsere Musik eingeschaltet." Womit er die Sirene der THW-Fahrzeuge meinte: "Das hilft immer, dann sind sie garantiert wach." Kostenlos ist der Service übrigens nicht: Den Speditionen flattert dafür eine Rechnung ins Haus.
Fengler rechnet nicht damit, dass sie von der Autobahnpolizei in nächster Zeit nicht mehr angefordert werden: "Laut Wetterdienst geht's so weiter."
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