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Winter hat Verkehr im Griff - Stau auf der Autobahn 14 - Beitrag in Leipziger Volkszeitung vom 16.12.2010 E-Mail
Geschrieben von: Heinrich Lillie by Leipziger Volkszeitung   

Gleich geht hier nichts mehr - die Autobahn wird nach einem LKW-Unfall voll gesperrt16.12.2010 - Muldental / Grimma / A14

Der Winter hat den Verkehr fest im Griff. So lautete gestern die Botschaft für Tausende von Autofahren, die ihr Ziel gar nicht oder mit riesigen Verspätungen erreichten. Schwerpunkt war wieder einmal die Autobahn 14: In Richtung Dresden ging zeitweise von Leisnig bis Engelsdorf nichts mehr, DRK-Kräfte aus dem Muldental versorgten die stundenlang im Stau Stehenden mit Decken und warmen Getränken.

Wer gestern Morgen auf der Bundesstraße 6 in Richtung Leipzig unterwegs war, brauchte viel Geduld. Vor den Toren der Stadt kam der Verkehr praktisch zum Stehen, schon weit vor der Abfahrt nach Panitzsch begann die Blechlawine. Einige hatten es schon ganz früh ganz eilig - und mussten anschließend geborgen werden.
Noch derber ging es auf der A14 zu. Nach einem Lastwagen-Auffahrunfall, bei dem ein Lkw gegen 6.30 Uhr die Leitplanken durchbrochen hatte, kam der Verkehr in Richtung Dresden völlig zum Erliegen. Und auch nach der Räumung nicht wieder in Gang: Fahrzeuge, die am Deditzer Berg zum Stehen gekommen waren, hatten wegen der Glätte keine Chance. Das Technische Hilfswerk wurde alarmiert, leistete Unterstützung. Der Stau löste sich zusätzlich nur zäh auf, weil Fahrzeuge eingeschneit, manche Fahrer sogar eingeschlafen waren.

Der Sanitäts- und Betreuungszug des DRK Muldental rückte schließlich aus, um die Stauopfer zu versorgen. "In unseren Kindereinrichtungen wird heute pausenlos Tee gekocht", berichtete die stellvertretende Geschäftsführerin Bettina Belkner. Später wechselten die DRK-Helfer die Fahrbahn. Nach einem Lkw-Unfall gegen 10 Uhr auf der Richtungsfahrbahn Magdeburg kurz vor der Abfahrt Grimma war die A 14 laut Polizei auch in dieser Richtung voll gesperrt.

Ähnlich wie auf B6 und A14 sah es im gesamten Muldental aus. Autofahrer fanden sich mitten auf der Kreuzung wieder, weil blankes Eis das Bremsen unmöglich gemacht hatte. Der Winterdienst kam nicht mehr hinterher.

Dabei läuft der Betrieb nach Mitteilung der Verantwortlichen überall auf Hochtouren. "Alleine in der Spätschicht am 14. Dezember und in der Frühschicht am 15. Dezember wurden durch die Straßenmeistereien Wurzen und Großbothen 90 Tonnen Salz ausgebracht", teilte das Landratsamt gestern mit. Um die 1200 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen befahrbar zu halten, seien in diesem Jahr bereits neun Winterdiensttage mehr geleistet worden als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt. Die etwa 100 Mitarbeiter der Straßenmeistereien seien bei extremer Witterung bereits ab 3 Uhr im Einsatz, um bis zum Beginn der Hauptverkehrszeit gegen 6 Uhr die Befahrbarkeit herzustellen. Doch es gebe Grenzen: "Es ist weder technisch noch wirtschaftlich leistbar, bei Starkschneefällen in sehr kurzer Frist im gesamten Straßennetz des Kreises schwarze Straßen zu gewährleisten.".

Text: Heinrich Lillie by Leipziger Volkszeitung - Muldentalzeitung vom 16.12.2010

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